Forschungsministerium steckt 200 Mio. Euro in die Entwicklung der Biotechnologie
08.07.10 Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren in den kommenden 10 bis 15 Jahren mit bis zu 200 Mio. Euro unterstützen. Das hat Staatssekretär Helge Braun am 8. Juli beim Auftaktkongress zum Strategieprozess „Biotechnologie 2020+“ angekündigt. „Das volle Potential der Biotechnologie wird noch nicht ausgeschöpft", sagte Braun. „Dies kann sich aber durch eine engere Verzahnung von Bio- und Ingenieurwissenschaften ändern." Das Ministerium denkt dabei an die Mikrosystemtechnik ebenso wie Teile der synthetischen Biologie. Fernziel ist es, die heutigen Beschränkungen der organismenbasierten Biotechnologie zu überwinden.Der Weg dorthin soll in einem Diskussionsprozess entworfen werden, den das BMBF mit der Auftaktveranstaltung in Berlin einleiten will. Rund 200 Experten werden zu dem Kongress erwartet. Mit dabei sind auch Vertreter der vier großen außeruniversitären Forschungsnetzwerke Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft. Im Herbst sollen dann die ersten Fachgespräche starten, ab 2011 werden jährliche Highlight-Kongresse die Fortschritte markieren. Insgesamt hofft das BMBF, damit eine Selbstorganisation der Forscher zu initiieren, um den Standort Deutschland in einem Zukunftsfeld früh zu positionieren. „Alle Interessierten aus Wissenschaft und Wirtschaft sind herzlich eingeladen, sich aktiv am Strategieprozess zu beteiligen“, so Braun. Mehr Informationen gibt es unter www.biotechnologie2020plus.de.



