NACHRICHTENTICKER
Nobelpreis für deutsche Optogenetiker
Der Medizin-Nobelpreis 2026 geht an Peter Hegemann (HU Berlin), Georg Nagel (Uni Würzburg) und den US-Forscher Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden ihre Arbeiten zu lichtgesteuerten Ionenkanälen und der Optogenetik. Die Methode macht Nervenzellen gezielt lichtempfindlich und erlaubt, ihre Aktivität an- und auszuschalten. Die drei teilen 12 Mio. schwedische Kronen. ■
Bayer investiert 2,2 Mrd. US-Dollar in Pharmaproduktion in Ohio
Bayer baut seine Pharmaproduktion in den USA aus und investiert 2,2 Mrd. US-Dollar in einen neuen Standort in New Albany, Ohio. Gebaut wird in Modulen und nacheinander: Ab 2031 sollen dort Wirkstoffe, ab 2034 Fertigarzneimittel produziert werden. Geplant sind 600 Arbeitsplätze. Trotz des US-Ausbaus bleibt Berlin globales Hauptquartier der Pharmasparte. ■
Biomay kooperiert mit Synthego
Das Wiener CDMO Biomay kooperiert mit dem US-Genspezialisten Synthego, um Kunden in Nordamerika den Zugang zu CRISPR- und mRNA-Lösungen zu erleichtern. Synthego wird Biomay-Produkte und -Dienstleistungen vermarkten und weiterverkaufen. Das Angebot reicht von der gRNA- und mRNA-Herstellung über die LNP-Formulierung und Fill-finish bis zur cGMP-Produktion. ■
Auch im zweiten Versuch gescheitert: Endgültig Schluss bei Marinomed
Die zweite Insolvenz ist das endgültige Aus für die österreichische Marinomed Biotech. Nachdem im Juli erneut ein Sanierungsverfahren beantragt worden war, scheiterte dies nun, das Insolvenzgericht ordnete am 24. September die Schließung an. Die Rettungsversuche blieben erfolglos. Bereits 2024 hatte das börsennotierte Unternehmen erstmals Insolvenz angemeldet. ■
Roche legt Grundstein für Produktion in Basel zu 790 Mio. Franken
Roche investiert weiter in Basel. Der Schweizer Pharmakonzern baut seinen Basler Hauptsitz beständig weiter aus. Nun fließen 790 Mio. Schweizer Franken in eine neue Produktionsanlage für synthetische Wirkstoffe. Dahinter steht ein klares Bekenntnis zum Standort aber auch der Wunsch, Entwicklung und Produktion enger zusammenrücken zu lassen. ■
Boehringer erweitert seine Kollaboration mit Variant Bio auf Herz-Kreislauf
Variant Bio erweitert seine mehrjährige Forschungskollaboration mit Boehringer Ingelheim von Nieren- auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die KI-gestützte Inference-Plattform soll genetisch gestützte Targets identifizieren. Variant Bio erhält weitere Vorauszahlungen und kann nun insgesamt auf Lizenz- und Meilensteinzahlungen von mehr als 250 Mio. US-Dollar kommen. ■
Finanzierung in Tübingen: ViferaXS erhält 12 Mio. Euro
Das Tübinger Biotech-Unternehmen ViferaXS hat eine Finanzierungsrunde über bis zu 12 Mio. Euro abgeschlossen. Angeführt von der deutschen Agentur für Sprunginnovation SPRIND und Huma, soll das Geld vor allem die Phase II-Studie mit CLLTAXS01 bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) finanzieren. Zudem stehen Phase I-Daten bei AML und fibrolamellulärem Karzinom an. ■
EVENT

Bioprocess Day, Science Connected: From R&D to Manufacturing
Bioprocess Day in Basel: an open house for everyone interested in upstream bioprocessing. Date and time: 12 October 2026, from 11 a.m. - 4 p.m, with no fixed agenda so you can join us whenever it fits your schedule. Registration is free of charge. ➔
EVENT

BIOTECH SUMMIT AUSTRIA 2026 in Innsbruck
Am 13. und 14. Oktober 2026 wird Innsbruck zum Treffpunkt der österreichischen und internationalen Biotech-Community. Der BIOTECH SUMMIT AUSTRIA bringt führende Köpfe aus Forschung, Industrie, Start-up-Szene, Investment und Politik zusammen – für Austausch, Inspiration und neue Kooperationen. ➔

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