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Bayer-Tochter Vividion testet WRN-Hemmer in Phase II bei Darmkrebs
Vividion Therapeutics, 100%ige Tochter von Bayer, hat die Phase II-Studie mit dem oralen WRN-Hemmer VVD-214 gestartet. Untersucht wird die Kombination mit Pembrolizumab bei zuvor unbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs und hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) oder Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR). Auch weitere Kombinationen werden geprüft. ■
invIOs: Positive Phase I-Daten für Zelltherapie APN401
Das Wiener Biotech-Unternehmen invIOs hat positive Phase-I-Daten seiner Zelltherapie APN401 in „Molecular Therapy Oncology“ veröffentlicht. 17 stark vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren wurden behandelt. Bei fünf von zehn auswertbaren Patienten stabilisierte sich die Erkrankung. APN401 basiert auf siRNA-Silencing des Immunregulators CBL-B. ■
Evotec: Neue CSO gefunden
Evotec ernennt Dr. Joanna Holbrook zum 1. November 2026 zur Chief Scientific Officer und als Vorstandsmitglied. Sie war zuletzt bei Novo Nordisk für Forschungsbereiche zu Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie In-vitro-Entdeckungsplattformen verantwortlich. Zuvor leitete sie als CSO das britische Biotech Biomodal und arbeitete bei BenevolentAI und GSK. ■
Roche lizenziert Adipositas-Wirkstoff von chinesischer Rona Therapeutics
Roche hat mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Rona Therapeutics eine exklusive Lizenzvereinbarung für einen RNAi-Wirkstoffkandidaten gegen Adipositas geschlossen. Rona erhält 100 Mio. US-Dollar vorab sowie erfolgsabhängig Zahlungen von bis zu 1 Mrd. Dollar und Umsatzbeteiligungen. Der Wirkstoff zielt auf das Enzym ALK7, das an Stoffwechselprozessen beteiligt ist. ■
mRNA-Studie von BioNTech bringt in Kombination keinen Vorteil
BioNTechs mRNA-Krebsimmuntherapie BNT113 hat in der Phase-2/3-Studie AHEAD-MERIT bei HPV16-positivem Kopf-Hals-Krebs den ersten dualen primären Endpunkt verfehlt. Die Kombination verbesserte das progressionsfreie Überleben nicht signifikant gegenüber Pembrolizumab allein. Die Studie wird fortgesetzt, um den zweiten primären Endpunkt, das Gesamtüberleben, auszuwerten. ■
Formycon: FDA prüft Keytruda-Biosimilar FYB206
Die FDA hat den Zulassungsantrag für Formycons Biosimilar zum Krebsmedikament Keytruda (Pembrolizumab) angenommen. Nach Unternehmensangaben ist dies der erste Keytruda-Biosimilar-Antrag, den die FDA zur Prüfung angenommen hat. Eine vergleichende Phase III-Wirksamkeitsstudie war nicht erforderlich. Die FDA-Entscheidung wird für das dritte Quartal 2027 erwartet. ■
Samsung Biologics kommt bei PolyPeptide auf 87,6 Prozent
Samsung Biologics hat sich mit seinem Übernahmeangebot 87,59 Prozent der ausgegebenen Aktien des Schweizer Peptidherstellers PolyPeptide gesichert. Damit ist die Mindestannahmeschwelle von 66,67 Prozent vorläufig erreicht. Das endgültige Zwischenergebnis folgt noch, eine weitere Annahmefrist geht bis Ende Oktober. Der Vollzug hängt noch von weiteren Bedingungen ab. ■
Starke Nachfrage für zwei neue Forbion-Fonds
In einer aktuellen Finanzierungsrunde konnte die VC-Gesellschaft Forbion 2,3 Mrd. Euro einwerben. Damit beläuft sich das von Forbion verwaltete Vermögen auf rund 7,5 Mrd. Euro. Die Mittel fließen in zwei neue Fonds für rund 30 wachstumsstarke Unternehmen. Beteiligt haben sich unter anderem MN, PGGM, KfW Capital, Kauffman Foundation sowie Eli Lilly and Company. ■
TU München eröffnet Center for Organoid Systems
An der TU München (TUM) ist in Garching das Center for Organoid Systems (COS) eröffnet worden. Der Forschungsneubau wurde mit mehr als 40 Mio. Euro von Freistaat, Heinz Nixdorf Stiftung und TUM finanziert. Neun Forschungsgruppen arbeiten dort an Mini-Organen für die Erforschung von Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie an neuen Therapieansätzen. ■
Übernahmekampf: BASF will Evonik
Die Gerüchte haben sich bestätigt: BASF kämpft um Evonik. Die Großübernahme in der deutschen Chemiebranche hat jedoch nicht auf Anhieb geklappt. Das erste Angebot von BASF wurde von Evonik abgelehnt. Ob das nur das übliche Pokerspiel bei Übernahmen ist oder der Widerstand nachhaltig ist, wird sich zeigen. Evonik hat neben der Spezialchemie auch eine Biotech-Sparte. ■
